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Singapura
Singatb
Steckbrief
Größe: Klein
Gewicht: 2 - 4 kg
Fellfarbe/n:
Fellmuster:
Augenfarbe/n:
Ursprungsland: USA
Sonstiges
Gruppe:
Lebenserwartung:
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AussehenBearbeiten

Die Singapura ist eine Exotin mit guter Figur. Trotz ihrer kleinen, zierlichen Statur sind die Singapuras eher stämmige, kräftige und kompakte Erscheinungen. In ihrer Kleinheit sind sie alle gut proportioniert. Die Augen, groß und leicht schräggestellt, unterstreichen den orientalischen Touch. Ihre Farbe ist Grün, Goldgelb oder Haselnussbraun mit dunkler Umrandung. Die Ohren stehen groß am runden Kopf ab. Die Singapura steht auf kurzen, mittellangen, stämmigen und muskulösen Beinen, die in ovalen Pfoten enden. Der Schwanz sollte lang und stumpf zugespitzt sein und ein dunkles Ende aufweisen. Das Fell der Singapura ist kurzhaarig, fein, eng anliegend und strahlt in seidigem Glanz. Die einzige Farbe, in der die Singapura anerkannt ist, ist Sepia Agouti, also ein braunes Ticking auf elfenbeinfarbenem Grund.

Wesen und CharakterBearbeiten

Singapuras gelten als gesellige und aktive Katzen, ebenso verspielt wie intelligent, ebenso furchtlos wie freundlich. Sie sind anhänglich und treu. Die Singapura liebt ausgedehnte Schmusestunden ebenso wie wildes Herumtollen. Ihren Menschen schließt sie schnell ins Herz, und dort bleibt er dann auch für den Rest ihres Lebens. Bisweilen kann die Singapura ein wenig eigensinnig sein, was man ihr aber schnell verzeiht, da sie es meisterhaft versteht, ihren Halter um die Pfote zu wickeln.

Haltung und PflegeBearbeiten

Die Singapura verträgt sich mit allen gut, egal ob Katzen, Hunde oder Kindern. Dadurch ist sie eine tolle Familienkatze. Trotz ihrer Lebhaftigkeit kommt diese Rasse gut mit einer Wohnungshaltung zurecht, wenn sie viel Platz und Klettermöglichkeiten bekommt. Die Gesellschaft von Menschen und Katzen braucht die Singapura wie die Luft zum Atmen. Gerade für Berufstätige ist daher eine Mehrkatzenhaltung unbedingt zu empfehlen. Das Fell der Singapura ist sehr pflegeleicht. Alte Haare sollten gelegentlich mit einem weichen Tuch oder einer Bürste entfernt werden.

KrankheitsanfälligkeitBearbeiten

Über Herkunft und Gesundheit werden nach wie vor falsche Tatsachen veröffentlicht. Die meisten Singapura Katzen sind keineswegs robust und gesund. Dass keine rassespezifischen Krankheiten und Anfälligkeiten bekannt wären, wurde 2011 widerlegt. Britische Wissenschaftler haben im Rahmen einer Studie zur Verbreitung der Erbkrankheit Pyruvate Kinase Defizienz (PK Def), die unheilbar und bei Abessiniern seit 1992 bekannt ist, festgestellt, dass die Prävalenz bei Singapura Katzen erschreckend hoch ist. Demnach sind über 60 % davon betroffen [1].

Die Singapura kommt nicht aus Singapur. Ein natürliches Vokommen gibt es nicht. Sie wurde in den 70er Jahren in den USA mit  Abessiniern gezüchtet (Morris D: Cat breeds of the world: a complete illustrated encyclopedia. Viking Press, New York, New York; 1999 [2]. Burmesen und Siamesen wurden eingekreuzt. Ihre wahre Herkunft wurde verheimlicht, weil internationale Katzenzuchtvereine (CFA, TICA) Kreuzung nicht erlauben und sie sonst nicht anerkannt worden wäre. Mit fatalen Folgen: Es wurde massiv Inzucht betrieben. Singapura und Burma Katzen haben den höchsten Inzuchtfaktor von allen [3]. Abgesehen von genetischen Defekten werden die meisten Singapura Katzen deswegen mit einem schwachen Immunsystem geboren. Kitten sind sehr krankheitsanfällig. Züchter, besonders in den USA, missbrauchen Antibiotika, um Krankheiten und negative Impfreaktionen zu verhindern. Das Immunsystem sollte erst aufgebaut werden, bevor sie geimpft werden.

Herkunft und GeschichteBearbeiten

Der wahre Herkunft der Singapura wird bis heute bestritten. Am Anfang haben Tommy und Hal Meadow berichtet, dass sie In den 70er Jahren drei dieser Katzen in Abflussrohren ("drain cats") in Singapur entdeckt und damit diese Rasse gegründet hätten. Später kam aber heraus, dass diese drei Katzen ursprünglich aus den Vereinigten Staaten nach Singapur geschickt wurden, bevor sie zurück nach Amerika gebracht wurden [4]. Nach Europa, genauer gesagt nach Großbritannien, kam das erste trächtige Muttertier 1988. Eine schweizerische Katzenzüchterin konnte sich über den ersten Nachwuchs 1989 freuen.

Hätten Sie es gewusst?Bearbeiten

Die Singapura ist eine Rekordhalterin: Sie ist nicht nur sehr klein, sie ist sogar die kleinste Rassekatze weltweit. Übrigens: In Malaysia wird sie auch „Kucinta“ genannt, was übersetzt „Liebeskatze“ bedeutet.

QuellenBearbeiten

1. langfordvets

2. biomedcentral

3. ncbi

4. Wikipedia